Schützenverein Germania Eidsberg 1896 e. V.  
 
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Vereins-Chronik

Der Schützenverein „Germania Eidsberg“ wurde im Jahre 1896 gegründet und brachte es bald zu einer ansehnlichen Blüte. Während des Ersten Weltkrieges und im Dritten Reich konnte der Schützensport leider nicht ausgeübt werden.

Erfreulich jedoch, dass beide Weltkriege dem Verein nicht anhaben  konnten und bereits im Jahre 1952 einige Unentwegte den Schießbetrieb mit 25 Mitgliedern neu aufleben liessen

Von den Gründungsmitgliedern von 1896 sind uns nur

Johann Kasparbauer und Michael Stettmer

namentlich bekannt.

Am 29. November 1952 wurde der Verein im Gasthaus Bachmeier durch folgende Mitglieder wiedergegründet:

Josef Bachmeier

Josef Saller †

Michael Saller †

Alois Gegenfurtner

Anton Stiglbauer †

Karl Baumann †

Josef Primbs †

Rudolf Kappl

Heinrich Koller †

Josef Hiermeier †

Josef Niedermeier †

Michael Ziegler †

Im Herbst 1960 erfolgte dann der Beitritt zum Schützengau Deggendorf, und im darauffolgenden Jahr bot die Weihe einer neuen Vereinsfahne Anlass für ein grosses Fest.

Eine solche Fahnenweihe hatte das Bergdörfchen Eidsberg bisher noch nicht erlebt. Zwei Tage wurde gefeiert und an beiden Tagen war das beim Vereinslokal Bachmeier aufgestellte 800-Mann-Zelt voll mit Festgästen von nah und fern, denn seit Dezember 1957 führt nach Eidsberg eine ausgebaute Strasse von Tiefenbach her.

Der imposante Fackelzug am Vorabend, die Weihe der neuen Fahne durch Pfarrer Wandinger vor der alten Eidsberger Dorfkapelle und der anschliessende Festzug durch das Dorf zum Festzelt war von herrlichstem Sommerwetter begünstigt.

Als Patenverein konnte damals der Schützenverein „Euphrasia Arzting“ gewonnen werden. Als Fahnenmutter erklärte sich Bäuerin Anna Primbs bereit.

Der Festausschuss, der dieses unvergessene Fest vorbereitet und auf die Beine gestellt hatte, bestand aus folgenden Schützenmitgliedern: Michael Saller (1. Vorstand), Anton Stiglbauer (1. Schützenmeister), Josef Primbs, Josef Bachmeier, Ludwig Achatz, Max Stiglbauer. Der Verein zählte damals bereits 41 Mitglieder.

Als im Jahre 1971 das Vereinslokal Bachmeier in Eidsberg nach Umbau und Nutzungsänderung aufgegeben werden musste, fand der Verein eine vorübergehende Bleibe bei den „Diana-Schützen“ im Gasthaus Krönauer, Grafling. Gemeinsam mit den Graflinger Schützen wurde im Dachgeschoss des Gasthauses Krönauer ein Schiessstand mit fünf Zugständen ausgebaut.

Im Jahre 1975 wurde in Grafling das 80jährige Gründungsfest zwei Tage lang ganz gross gefeiert. 35 Vereine hatten sich eingefunden, um das Jubiläum unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Fischer (†) und der Patenschaft des Schützenvereines „Euphrasia Arzting“ mitzufeiern.

Der Festausschuss und alle anderen Beteiligten und Verantwortlichen hatten wieder ganze Arbeit geleistet; es war eines der bestorganisierten Feste, die im Graflinger Tal abgehalten wurden.

Der Wunsch nach einem eigenen Schützenhaus wurde nun immer lauter und schliesslich in der Generalversammlung im März 1976 auch beschlossen.

Das Schützenmitglied Max Stiglbauer erklärte sich bereit, am Steinbühl dem Schützenverein ein Grundstück zu verkaufen. Von den zuständigen Ämtern wurden dagegen keine Einwände erhoben. Ein Schützenmitglied arbeitete eine Plan aus, der Zustimmung fand.

Jeder half jetzt nach besten Kräften beim mit, Bauholz wurde gespendet und viele Arbeitsstunden von den Mitgliedern und Gönnern kostenlos geleistet.

Bereits im Oktober 1977 konnte das Richtfest gefeiert und im September 1978 der Schießbetrieb im neuen Schützenhaus aufgenommen werden.

Die drei Tage dauernden Einweihungsfeierlichkeiten fanden vom 18.  bis 20. Juli 1980 mit 35 Gastvereinen statt.

Sein 90jähriges Vereinsjubiläum feierte der Schützenverein Eidsberg im Oktober 1986 mit einem Gedenkgottesdienst, anschliessendem Fackelzug und einem Kameradschaftsabend im Schützenhaus mit Ehrungen verdienter Mitglieder.

Der Verein ist nun nahezu auf 140 Mitglieder angewachsen. Die Jugendarbeit wird im Verein weiterhin ganz besonders gefördert und es ist erfreulich, dass sich die Eidsberger Schützen mit bis zu fünf Mannschaften an den Gaurundenkämpfen beteiligen konnten.

Am 29. und 30. Juni 1996 durfte der Verein das 100jährige Gründungsfest feiern. Zu diesem Fest kamen mehr als 50 Vereine. Unter anderem durften wir auch unsere Schützenfreunde aus Hassel bei Celle (Lüneburger Heide) trotz der 700-km-Anfahrt  bereits zum dritten Mal begrüssen. Auch bei diesem Fest, hat der Schützenverein „Euphrasia Arzting“ die Patenschaft übernommen.

Da bei Wettkämpfen immer mehr Schützen in Schützenkleidung antreten und die Dämmung vom Gastraum her nicht optimal war, wurde im Januar 2001 ein Schützenhausanbau beschlossen. Es war ein Anbau in der Grössenordnung des Gastraumes  geplant und der „alte“ Gastraum sollte mit Umkleidekabinen und einem Büro ausgestattet werden. Die Planung und die Genehmigung wurden im Jahr 2002 abgehandelt.

Innerhalb eines Jahres wurde unter der Aufsicht unseres 2. Schützenmeisters Georg Gruber und mit der Hilfe vieler fleissiger Helfer, Sach- und Geldspenden der Anbau fertig gestellt, so dass wir bereits im Juni 2003 den Anbau beziehen konnten.

Eine besondere Ehre wurde uns im Jahre 2003 zuteil, indem sich Gruber Silvia den Titel der Gaudamenkönigin errang, das zum allerersten mal ein Mitglied unseres Vereines geschafft hatte.

Derzeit zählt unser Verein 150 Mitglieder.

 
 
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